02.03.08
Prinz Stahlhelm
Tausende feindliche Kombatanten soll er getötet haben und auch sonst hat er alles ganz toll gemacht. Stahlhelm-Prinz-Harry von England. Ein Kriegsheld. Die halbe Insel hängt Prinzen-Plakate ins Fenster. Den hauseigenen Desktop schmückt man mit einem schicken Stahlhelm-Prinz-Harry Wallpaper.
Die Medien haben 10 Wochen die Klappe gehalten. Kein Wunder also, dass jetzt eine anständige Orgie aus der Sache gemacht werden muss. Und so wird Prinz Harry zum Popstar des Krieges. Das Bild der Armee und des Afghanistan-Einsatzes wird dabei ordentlich aufpoliert. Mit einiger Sicherheit werden sich im kommenden Jahr eine Menge britischer Jugendlicher bei der Armee verpflichten wollen. Denn so ein Militäreinsatz ist nach des Prinzen Worten “großartig” und “fantastisch”. Ja, ganz und gar “schön”. Dort ist er Mensch, dort darf er sein - der Stahlhelm-Prinz. Ein so “normales Leben” wie im Krieg hat er noch nie führen dürfen. Er will sofort wieder dort hin. Noch ein paar tausend feindliche Kombatanten umbringen.
Dazu fällt einem dann eigentlich gar nichts mehr ein. Was für ein verzogener Bengel. Dem sollte man mal so richtig den Hintern versohlen.
Es gab da eine schöne Bildschlagzeile, die sinngemäß sagte: Er ließ 30 Taliban töten. (Hintergrund war wohl, dass er als Leutnant Luftangriffe anordnete, bei denen diese Zahl an feindlichen Todesopfern angegeben wurde.)
Das erinnerte mich an die bekannte Antwort auf die Frage, was Glück sei: “To crush your enemies, to see them driven before you, and to hear the lamentations of their women.” (Conan der Barbar) Harry zeigt hier wirklich klassisch-maskuline Führungsqualitäten! Wenn er jetzt noch zwei Afghaninnen als Konkubinen-Sklaven mit nach Windsor bringt, ist er an Virilität und Maskulinität nicht mehr zu überbieten.
Posted by: lambach am 02.03.08 10:40