05.02.07
Besser geschwiegen, die Zweite
So hat er es gemeint, der Herr Ministerpräsident Oettinger. Mit dem Krieg. Also er findet Frieden schon super. So der Herr Ministerpräsident gestern zur Presse samt weiterführender Erläuterungen:
Im Gegenteil, er halte den langen Frieden in Europa für die “größte Erfolgsgeschichte”. Doch daraus entstünden auch Probleme: Früher, bei der Rente oder der Staatsverschuldung, hätten Kriege Veränderungen gebracht. Heute, ohne Notsituation, müsse man das “aus eigener Kraft” schaffen.(Stuttgarter Zeitung)
Da meint der Herr Ministerpräsident hoffentlich, dass nach solchen Notsituationen die Menschen mit weniger zufrieden sind und Finanzhilfen und -reformen durchgeführt werden.
Und nicht etwa, dass in solchen Notsituationen die Alten verhungern, durch mangelnde Gesundheitsfürsorge verenden oder an der Front sterben und somit weniger Renten ausgezahlt werden müssen. Oder gar, dass sich gewisse, kaum zu bezahlende Staatsverschuldungen - vielleicht in Form von Reparationsleistungen für vergangene Kriege - recht gut über Angriffskrieg, Unterjochung und ausgiebige Plünderei abgebaut werden können. Dolchstosslegende.
Verfasst von Michael am 05.02.07 11:45Nein, so meint der Herr Ministerpräisdent das bestimmt nicht….
:kopfschüttel:
:-/
Kriege, wenn nicht im eigenen Land gefuehrt, koennen auch die Konjunktur ankurbeln, speziell wenn man Ruestungsgueter produziert. Mit Krieg kann man Bombengewinne einfahren, Gewinne um Rentner und Staatsschulden zu bezahlen. Als Productionsstandort fuer Ruestingsgueter ist Deutschland weltweit gut bekannt, allerdings kann man das ja immer noch verbessern, speziell wenn man Ministerpresident in BW ist.
Zu einem gewissen Punkt hat er allerdings Recht, der Anstieg in Renten und den damit verbundenen Druck auf die Staatsverschuldung ist unter anderem dem Gluecksfall zu verdanken das wir 60 Jahre lang kaum Mitbewohner in Kriegen verloren und Generationen in Frieden leben and aelter werden konnten. Allerdings trifft das auch auf Penicilin und Roentgenstrahlen zu, die ebenso zum historisch hohen Anteil der Senioren beitrugen. Als Gesellschaft muessen wir andere Mittel und Wege finden die Altersversorgung aufrecht zu erhalten, ohne auf Kriege oder das verschrotten von X-ray Maschinen als volkswirtschaftliche “Heilmittel” zurueckzugreifen.
Posted by: Juan Moment am 06.02.07 19:53schön gesagt….
Posted by: bawüistblöd am 08.02.07 11:53Jaja, es hat eben alles seinen Sinn, und auch die Kriege haben ja ihre gute Seite … Man soll eben nicht dem Schicksal ins Handwerk pfuschen, sonst muß man alles selbst machen und dann kommt die gesellschaftliche Natur aus dem Gleichgewicht … Was muß man heutzutage eigentlich für den Politikerberuf an Abschluß mitbringen?
Posted by: Lisa Rosa am 11.02.07 17:28Das kann der Herr Oettinger gar nicht meinen. Denn letzten Endes werden im Krieg die Alten an der Heimatfront als letzte Garde verheizt, wie der letzte Krief gezeigt hat, und die jungen Menschen, die für einen Wiederaufbau von Nöten wären, liegen entweder auf den Schlachtfeldern ohne Wiederkehr oder aber im Lager. Daraus sind natürlich nie Probleme entstanden.
Posted by: Herr Schwaner am 15.03.07 18:36