15.01.07
"Ich will antreten, muss aber nicht"
Mit dieser Aussage am Abend vor dem erweiterten Vorstand der CSU-Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth scheint die Wende in der “Stoiber-Krise” erreicht. Ausgelöst durch die Spitzelaffäre um die Fürther Landrätin Gabriele Pauli haben sich in den letzen Tagen die Ereignisse um den angezählten bundespolitischen Renegaten Edmund Stoiber überschlagen. Angesichts der katastrophalen aktuellen Umfrageergebnisse und des miserablen Krisenmanagments Stoibers kann man die Solidaritätsadresse der CSU-Spitze vom 8. Januar bereits getrost als “Geschwätz von gestern” abtun. Die Diskussion um einen erneuten Antritt Stoibers als Spitzenkandidat zur Landtagswahl 2008 wuchs zunehmend zur Schlammschlacht aus und gipfelte heute in der Bild-Schlagzeile über die “heimliche Freundin” eines der möglichen Stoiber-Nachfolger als CSU-Vorsitzender, Horst Seehofer. Als potentieller Nachfolger in der bayerischen Staatskanzlei wird immer wieder Günther Beckstein genannt.
Verfasst von Stefan am 15.01.07 21:21Die Hängepartie um Stoiber geht ins Nachspiel. Die Landtagsfraktion konnte sich in Kreuth auf keine geordnete Regelung zur weiteren Handhabe der Spitzenkandidatenkür einigen und beließ es beim Alten, d.h. Stoiber soll mit Fraktions- und Parteispitze einen Konsensvorschlag für den CSU-Parteitag vorbereiten. Dies teilte Fraktionschef Herrmann auf einer nächtlichen Pressekonferenz mit. Eine einseitige Entscheidung Stoibers zum Wiederantritt lehnte er in diesem Sinne auf Nachfrage ab.
Wie sehr selbst der bayrische Hofsender“ Bayerischer Rundfunk, der die Pressekonferenz übertrug, mit einer Entscheidung rechnete, wurde in einem überbrückendem Einspieler deutlich, einem politischen Nachruf, in dem es wörtlich über Stoiber hieß: Nun ist er nach fast vierzehn Jahren als bayerischer Ministerpräsident zurückgetreten.“
Tatsächlich stellt sich die Frage, wie die CSU den Machtkampf womöglich bis zum September überstehen will.
Posted by: Stefan am 17.01.07 02:07Kann man der Bild nicht auch noch irgendwelches Material über Beckstein zukommen lassen? Sowas wie “Besitz von Killerspielen”, Kontakte zur Familie Bin Laden (den arabischen Baulöwen, nicht dem Terroristen… obwohl das ja ein Clan ist).
Mit dem moralischen Schnellentrüster Beckstein kämen wir doch vom Regen in die Traufe.
37 Stunden nach der Erstausstrahlung darf der Bayerische Rundfunk nun doch (noch einmal) seinen politschen Nachruf auf Stoiber senden:
“…Dieser Vertrauensverlust zwingt am Ende Edmund Stoiber von seinem Amt als Ministerpräsident zurückzutreten.”
Da sage mal einer der BR sei nicht gut informiert!
Ich sag's doch: die Macht der Medien. Fakten!Fakten!Fakten!
Wie schon im November vor elf Jahren verändert eine voreilige Fernseh-Verkündung den Lauf der Welt. “Dea Fernseher hoat's gsagt”, also stimmts auch. Die Mauer ist offen, Steuber tritt zurück. o.s.ä.
Posted by: Marcel am 18.01.07 22:10Stoiber mein ich natürlich - mit oi!
Posted by: Marcel am 18.01.07 22:17