09.09.06
Hey, ho, Piraten, hey ho
Morgen findet dann also termingerecht die Gründungsversammlung der deutschen Piratenpartei irgendwo in Berlin statt. Auf der schwedischen Welle geritten und langsamer als die Österreicher und Amis gewesen.
Die offizielle Homepage soll erst nach der Parteigründung zugänglich gemacht werden. Über das Forum und das Wiki kann der geneigte Leser sich aber bereits heute Zugang verschaffen. Dort findet sich dann auch das noch vorläufige Grundsatzprogramm, wo glücklicherweise nur selten Worte wie “Interoperabilität” vorkommen. Dafür gibt es einen sehr einleuchtenden Passus namens Open Access. Dort setzten sich die Piraten zum Ziel durchzusetzen, dass der Staat nicht urheberrechtlich schützen kann, was er sich vom Steuerzahler bezahlen lässt. Etwa den selbstproduzierten Inhalt der öffentlich-rechtlichen Medien. Wenn ich mich recht erinnere funktioniert das in den USA bestens. Alles was nicht “Classified” ist, ist Public Domain. In diesem Sinne: Schön, dass man sich bei den Piraten nicht auf Bittorent-, P2P- und 1-Click-Hoster-Kauderwelsch beschränkt. Karl Moik für alle!
Verfasst von Michael am 09.09.06 12:52Technorati Tags: Piratenpartei Deutschland | Piratenpartei | PPD
Interessant. Viele der Piraten-Ziele gefallen mir gut, z.B. open access. Was das Digitale angeht, sind sie ganz fortschrittlich. Aber warum gründen sie damit eine Partei? Mal ganz abgesehen davon, daß sie kaum Aussichten haben wird, irgendwo ins Parlament zu kommen: Parteien sind nicht die Figur, in der die Zukunft der politischen Teilhabe liegt.
Posted by: Lisa Rosa am 29.09.06 20:32Wie die Zukunft aussehen mag, darüber lässt sich streiten, doch die Gegenwart is klar: Die Regierung hat das sagen und diese wird nun mal von einer oder mehreren Parteien gestellt.
Parteien die nur bedingt wegen von “ein paar jugendlichen Schreihälsen” irgendeinen Finger krumm machen werden. Dafür zahlt die Industrie zu gut :p