20.04.06

Und wasche meine Hände in Unschuld...

Seit Wochen macht der unrühmliche Streit um den ersten Ost-Berliner Moscheebau von sich reden und schafft es in die Schlagzeilen.

Die kleine Berliner Ahmadiyya Muslim Gemeinde plant künftig ihr kleines Gemeindehaus in Reinickendorf gegen eine eigene Moschee zu tauschen. Dazu kaufte sie nahe der Autobahnzufahrt in Pankow-Heinersdorf ein Grundstück, wo der zweigeschossige Bau mit Minarett errichtet werden soll. Dort jedoch sitzen die Ressentiments gegen Ausländer, insbesondere Moslems, tief. Sofort nach Bekanntwerden entstand eine lokale Bürgerinitiative gegen das Vorhaben, die mittlerweile mehr als 2000 Unterschriften gegen den Bau gesammelt hat. Eine Bürgerversammlung zum umstrittenen Projekt Ende März musste unter tumultartigen Szenen und „Wir sind das Volk!“-Rufen der Anwohner abgebrochen werden. Die Vertreter der Ahmadiyya-Gemeinde konnten sie nur mit Polizeischutz verlassen. Schnell sprang die NPD auf und mobilisierte eine Demonstration mit 200 Teilnehmern gegen „schleichende Überfremdung“. Bei der Pankower Bezirksverordnetenversammlung gingen inzwischen Anrufe ein, in denen angekündigt wurde, dass die Moschee brennen wird.
Nach der regionalen Berichterstattung nahmen sich schließlich auch das ARD-Magazin Kontraste und Spiegel-Online des Themas an.

Doch es scheint währenddessen als versuchten nicht nur die Rattenfänger der NPD aus dem Protest für sich Kapital zu gewinnen.

pfluefr0.jpg Der CDU-Spitzenkandidat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl im September, Friedbert Pflüger, ist nun auf die Linie der Moscheegegner eingeschwenkt. Er schloss sich gestern der Forderung nach einem Appell an die Ahmadiyya-Gemeinde an, auf das Bauprojekt zu verzichten. Er ließ wissen, dass es „nicht um Einschränkung von Religionsfreiheit oder Einschränkung des Islam“ ginge, aber die Gemeinde habe einen „fragwürdigen Charakter“. Aha, einen „fragwürdigen Charakter“, sagt Herr Pflüger und mit ihm Tausende Berliner Wähler. Eine Aufforderung eines Spitzenpolitikers zum Verzicht auf den Bau des Gotteshauses hat da selbstverständlich nichts mit Einschränkungen der Religionsfreiheit zu tun!
Dabei wird der Gemeinde an ihrem bisherigen Gebetsort ein besonders integratives Verhalten bescheinigt. Ärger oder Beschwerden habe es nicht gegeben. Tatsächlich beschreiben auch Islamwissenschaftler die Ahmadis als zwar konservativ aber friedliebend. Auch der Berliner Verfassungsschutz bestätigte, dass die Gemeinde weder als extremistisch noch als gewaltbereit zu gelten habe.
Was soll’s, für eine populistische Forderung im Ausklang der unseligen Integrationsdebatte reicht’s allemal. Auch da hatte Pflüger schon ordentlich seinen Senf dazu gegeben.

Wenn nun heute gerade die Politiker, die sich ansonsten für keine Stammtischparole zu schade sind, mit der sie eine fremdenfeindliche Stimmung anheizen, mit Entsetzen die jüngste rassistische Gewalttat in Potsdam verurteilen, dann fällt es schwer, ihnen nicht ein gehöriges Maß an scheinheiliger Verlogenheit zu unterstellen.

Verfasst von Stefan am 20.04.06 15:50
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Kommentare

Fast noch besser ist Schäuble, der sich zum Angriff an dem Deutsch-Äthiopier äußert:
“Es werden auch blonde blauäugige Menschen Opfer von Gewalttaten, zum Teil sogar von Tätern, die möglicherweise nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Das ist auch nicht besser.”
Das schlägt für mich dem Fass den Boden aus.

(Siehe dazu: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,412195,00.html)

Posted by: Sander am 21.04.06 11:20

Herr Sander: was genau ist unzutreffend an Schäubeles Aussage?

Posted by: FAB. am 22.04.06 08:18

FAB: Die Aussage trifft zu, aber sie trägt nichts zur Lösung des Problems bei, sondern stellt das Problem ausländerfeindlicher Gewalt in einen Kontext, in dem es nicht mehr als besonders wahrgenommen werden soll.

Posted by: lambach am 22.04.06 11:56

“Ich schlag Deinen Nigger, Du schlägst meinen Arier. Nun hab Dich nicht so, ist doch alles nicht so furchtbar schlimm!”
dass bei Schäubles Ausspruch - und da muss ich Sander recht geben - für viele Menschen diese den Rassismus verharmlosende Grundaussage stehen bleibt, kannst Du Dir wohl kaum vorstellen, FAB, was?

Und von wegen Deiner These der von der Leyenschen Familienpolitik als Ausdruck einer grundsätzlich nach links gerückten Politik: Es ist ihr Familienministerium, das die vom Bund geförderten Programme gegen Rechtsextremismus kürzen will und stattdessen Gelder zur Bekämpfung von Linksextremismus abzweigen möchte.

Posted by: Stefan am 22.04.06 13:09

Supergau für die Linke oder nichts gelernt aus Sebnitz? Laut “Focus” berichteten Zeugen, Ermyas M. habe in einer nahe dem Tatort gelegenen Diskothek eine tätliche Auseinandersetzung mit zwei Personen gehabt. Die “Märkische Allgemeine” schrieb, dieser Streit sei an der Haltestelle wieder aufgeflammt. Ermyas M. solle die beiden Männer beleidigt und versucht haben, zumindest einen von ihnen zu treten.Anwelt erhebt schwere Vorwürfe gegen BundesanwaltschaftDer Anwalt eines der beiden Tatverdächtigen will Rechtsmittel gegen den Haftbefehl gegen seinen Mandanten einlegen. Anwalt Veikko Bartel sagte am Samstag der Nachrichtenagentur AP, die Bundesanwaltschaft habe “entlastende
Ermittlungen, die sich aufdrängten,unterlassen”. Sein Mandant, der 29-jährige Björn L., sei ein “völlig unbescholtener Bürger”, der auch nie im Zusammenhang mit Rechtsextremismus aufgefallen sei.Bartel kritisierte zum einen, dass die Bundesanwaltschaft nicht, wie von ihm gefordert, die Standortdaten der Handyverbindungen seines Mandanten angefordert habe. “Trotz meiner Aufforderung haben sie alles unterlassen, dies zu tun.” L. habe sich nach eigenen Angaben zum Tatzeitpunkt mehrere Kilometer vom Tatort entfernt aufgehalten.Des Weiteren kritisierte Bartel, dass die Identifizierung seines Mandanten als Tatverdächtiger durch zwei Zeugen erfolgt sei, die dessen “hohe, piepselige Stimme” auf der Bandaufzeichnung der Mailbox erkannt haben wollten. L. habe normalerweise tatsächlich eine hohe, piepselige Stimme, seit sechs Wochen leide er aber unter einer Kehlkopfentzündung.Bei der Durchsuchung seines Autos hätten die Ermittler auch einen entsprechenden Krankenschein gefunden, der auf den Mittwoch vor der Tat datiert gewesen sei, zudem seien entsprechende Medikamente gefunden worden.

Posted by: Takeberlin am 23.04.06 00:36

Ach, Stefan.
“Schlägt ein Weißer einen Schwarzen, ist das ein Staatsverbrechen, zu dessen Ahndung augenblicklich die gesamte Staatsmacht bzw deren höchste Instanzen aktiv werden. Schlägt ein Schwarzer einen Weißen, dann darf öffentlich nicht einmal die Rasse/Nationalität/wasauchimmer der Beteiligten berichtet werden, weil das rassistisch wäre.”
- daß angesichts der aktuellen Vorgänge für viele Menschen diese den inversen Rassismus verharmlosende Grundaussage stehen bleibt, kannst Du Dir wohl kaum vorstellen, Stefan, was?

Im übrigen halte ich es für entwürdigend, wie das Opfer einer Straftat für durchsichtige politische Kampagnen gegen “Rechts” instrumentalisiert wird. Das ist auch nichts anderes, als wenn, nachdem mal wieder ein besonders grausiger Kindermord in den Schlagzeilen war, die NPD “Todesstrafe für Kinderschänder” fordert, um natürliche menschliche Emotionen für ihre eigenen Zwecke auszubeuten. Denen glaube ich auch kein Wort.

Posted by: FAB. am 23.04.06 15:17

Arrgh!
Ein Mord ist ein nicht zu relativierendes Verbrechen, das in jedem Fall mit aller Gesetzesmacht geahndet werden muss! Ich denke, da sind wir uns alle einig.
Weshalb der Bundesanwalt nach unzähligen kaum publizierten rassistischen Straftaten nun ausgerechnet den Potsdamer Fall an sich gerissen hat, fürchte ich, mag mit der starken Medienbeachtung zusammenhängen. An welcher Stelle, FAB, Du jedoch “das Opfer einer Straftat für durchsichtige politische Kampagnen gegen “Rechts” instrumentalisiert” siehst, ist mir nicht klar.
Diejenigen rechtsextremen Gewalttaten, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden, stehen exemplarisch für eine gesellschaftliche Verrohung und das eigentliche Dilemma daran ist, dass nach Verebben der Diskussion meist keine Schritte mehr unternommen werden um die debattierten Missstände anzugehen. Weiterhin wird nicht genügend Geld in die Jugendarbeit gesteckt werden, viel zu oft bleibt die Jugend in der Peripherie den Verlockungen durch die Häscher von NPD und Konsorten überlassen. Wie erwähnt, streicht man unversehens Mittel für Programme gegen den Rechtextremismus ein und weiterhin werden Politiker mit unbedachten populistischen Parolen auf ekelerregende Weise die Trennung der Gesellschaft vorantreiben und xenophobe Stereotypen fördern helfen.
Zwar entgeht mir der aktuelle Bezug zur Aussage “Schlägt ein Schwarzer einen Weißen, dann darf öffentlich nicht einmal die Rasse/Nationalität/wasauchimmer der Beteiligten berichtet werden”, völlig unbestritten ist Rassismus aber in absolut jedem Fall verabscheuungswert und zu verurteilen. Ganz egal ob Deutsche Afrikaner wegen ihrer Hautfarbe beschimpfen oder ob Türken Deutsche wegen ihres Deutschseins ablehnen. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied in diesem unsinnigen Vergleich, wessen Schläge schlimmer seien, die von Schwarzen oder Weißen, und wessen Extremismus schlimmer sei, der rechte oder linke. Es ist das gravierende Ausmaß weißer rechter Gewalt. Weder geht vom dogmatischen Linksradikalismus eine solche Gewaltbereitschaft aus, wie aus der rechtsextremen Szene, noch gibt es irgendwo vergleichbar menschenverachtende Auswüchse wie die “national befreiten Zonen” der Neonazis. Diese alarmierende Entwicklung ist ein ungeheures Problem, dessen sich angenommen werden muss, will der Staat nicht seine Schutzfunktion aufgeben. Relativierungen helfen da überhaupt nicht weiter. Wenn deutsch-afrikanische Vereinigungen Broschüren herausbringen müssen, in denen Menschen mit dunkler Hautfarbe dringend vom Aufsuchen bestimmter Orte und Gegenden abgeraten wird, ist dies Ausdruck eines unglaublichen Versagens im Kampf gegen Rassismus. Der Slogan “Zu Gast bei Freunden” mag da für Betroffene wie Hohn klingen.
Rechtsextreme Gewalt ist unter den gegebenen Umständen leider notwendigerweise als herausgehobenes Thema zu behandeln, über das Unglück Ermyas M. hinaus.
Meinerseits ist damit nun wirklich Alles zum Komplex gesagt.

Posted by: Stefan am 23.04.06 17:26

Fein. Dann können wir ja jetzt in aller Ruhe abwarten, was die polizeilichen Ermittlungen ergeben werden - insbesondere hinsichtlich des genauen Tatablaufs und des Tatmotivs - und wegen welcher Straftatbestände Anklage erhoben wird.

Posted by: FAB. am 23.04.06 20:40

Die Standard-Behauptungen der Ahmadiyya-Sekte
… sind “versteckte Gewehrläufe”!

In ihrer Propaganda gibt sich die Sekte harmlos und tolerant, ihre Schriften sprechen dagegen eine andere Sprache. Die folgenden 10 Thesen wurden von Dr. Hiltrud Schröter auf der Infoveranstaltung am 22.2.02 in Schlüchtern vorgetragen. Die Referentin wurde deswegen von der Sekte wegen “Verdachts der Beschimpfung von Bekenntnissen” verklagt - was einen FREISPRUCH 1. KLASSE zur Folge hatte. Damit dürfen weiterhin “Parallelen zu national-sozialistischem Gedankengut bzw. mafiosen Strukturen” der Ahmadiyya-Sekte gezogen werden (das Urteil vom 7.2.03).
http://www.moschee-schluechtern.de/texte/schroeter/urteil_030207.htm

1. friedliches Neben- und Miteinander der Religionen.
in den Schriften der Ahmadiyya steht das genaue Gegenteil:

“Ich bin gesandt worden, um das Kreuz zu brechen, das Schwein zu vernichten.” (Gründer der Ahmadiyya - der damit das Christentum meinte!)

„Beim ersten Aufstieg des Islams war der Untergang der christlichen Völker nicht endgültig, aber sein Wiederaufstieg in unserer Zeit wird die vollständige Verdrängung der Lehrsätze des Christentums herbeiführen.” (Ahmadiyya-Koran, S. 644, Anm. 153)

„Die Tage werden kommen, in der Tat sie sind nahe, wenn dies die einzige Religion sein wird. Gott wird außerordentliche Segnungen auf diese Religion und diese Bewegung ausschütten. Er wird jeden zerschlagen, der uns zu stören sucht. Diese Überlegenheit wird bis zum Tage des Gerichts dauern.” (Gründer, Zitat n. Anderson: Mirza Ghulam Ahmad … S. 181)

„Es wird nur eine Religion in der Welt geben und nur einen Führer.” (Gründer, zit. vom 4. Kalifen: Rede zur Jahreswende 2000/2001, Weisses Minarett, S.17)

„Ich bin sicher, dass wenn der Endsieg des Islams kommt – und er wird bestimmt kommen –, dies durch die Ahmadiyya der Fall sein wird.” (4. Kalif, Freitagsansprache vom 19.04.1996)


2. Sie sei für die Trennung von Religion und Staat und habe keine politischen Machtinteressen.

in den Schriften der Ahmadiyya steht das genaue Gegenteil:


„Und natürlich verstehen wir den Islam in genau der Art und Weise, in der er der Menschheit damals dargebracht wurde. Grundgesetz und Religionslehre, die weltlichen und geistlichen Notwendigkeiten in Einem verbunden.” (Bhutta: Prophezeiungen über die Endzeit. S. 9)

„Am 22. Januar 1903 sah ich in einer Vision, dass der Stab des Zaren von Russland in meine Hand gegeben war. Er war sehr lang und schön. Bei sorgfältiger Prüfung fand ich heraus, dass es ein Gewehr war, obgleich es Nicht so aussah, denn er hatte versteckte Gewehrläufe. Nach außen schien es nichts weiter als ein Stab zu sein, während es doch in Wirklichkeit auch ein Gewehr war.” (Gründer, zit. n. 2. Kalif: Der wirtschaftliche Aufbau der islamischen Gesellschaftsordnung. S. 88f) „Was die Führung und Lenkung Russlands betrifft, die eines Tages in die Hände der Ahmadis gelangen soll, so sind unsere Hoffnungen keineswegs bloße Phantasieträume.” (2. Kalif, a.a.O.)

3. Das Kalifat sei eine rein religiöse Institution.
in den Schriften der Ahmadiyya steht das genaue Gegenteil:

Ideal ist “ein Staat, in dem das Oberhaupt des Staates Autorität sowohl in weltlichen als auch in geistigem Bereich ausübt.” „Die Institution des Kalifats hat somit sowohl weltlichen als auch religiösen Charakter.”

„Der Kalif [als dessen Stützpunkt jede A.-Moschee zu sehen ist] muss Fragen der Politik und alle größeren Fragen der Verwaltung nach entsprechender Konsultation mit den gewählten Repräsentanten des Volkes selbst entscheiden.”(Khan, S. 3)

„Ein Studium des Heiligen Qur-ân zeigt, dass (…) Religionen durch göttlich ernannte Reformer entstehen und wiederbelebt werden.(…) Dann geschieht es, dass die göttliche Vorsehung entscheidet, dass sie bereit sind, weltliche Macht zu übernehmen. (4. Kalif, Rede zum Jahreswechsel 2000/2001, Weißes Minarett, S. 17) 4

4. Sie sei für die Demokratie.
in den Schriften der Ahmadiyya steht das genaue Gegenteil:

„Das grundlegende Prinzip, daß letztendlich alle Rechte zu regieren, Gott gehören, und Er der Herr der Herrschaft ist, wird im Heiligen Qur-ân auf verschiedene Weise ausgedrückt (…). [Daher kann es im Islam keine Demokratie geben - wo selbstbestimmte Individuen unabhängig von einem vorgeblichen Nirwana über ihre Gesellschaft entscheiden].

Hinsichtlich des Führens politischer Angelegenheiten, drückt sich Gottes Herrschaft auf zwei Arten aus:

1. Das Gesetz (Scharia) … rangiert zu oberst. Es enthält die essentiellen Richtlinien für die Legislative, und keine demokratisch gewählte Regierung kann in den ausdrücklichen Willen Gottes hineinreden.

2. Kein legislativer Vorgang wäre im Widerspruch zu vorgenanntem Prinzip gültig. (4. Kalif: Politischer Friede. In: Weisses Minarett, 1998,9/10, S. 14)


5. Sie sei für die Menschenrechte des Individuums.

in den Schriften der Ahmadiyya steht das genaue Gegenteil:

dem widerspricht z.B. die “Kameltheorie” der Ahmadiyya, wonach der Mensch unmündig ist und seinem Führer = Kalifen folgen soll wie die Kamele dem Leitkamel:

„Die Wichtigkeit der Führerschaft.
(…) Kamele sind mit einem Sinn ausgestattet, einander zu folgen und zu gehorchen. Betrachte einmal die Art, wie sie in langen Kolonnen in einer charakteristischen Weise und mit gemessenen Schritten hinter dem Leitkamel hergehen. Du siehst eine lange Reihe von Kamelen, wie sie graziös und ebenmäßig hinter dem Leitkamel hermarschieren, das den Weg kennt und die notwendige Erfahrung der Führerschaft besitzt. (…) Mit anderen Worten, Gehorsam gegenüber dem Anführer ist eine angeborene Eigenschaft der Kamele. (…) Dies schildert die Notwendigkeit eines Anführers unter den Menschen, um soziale und politische Einheit in ihren Reihen aufrechtzuerhalten. (…) Auf ähnliche Weise sollte ein Gläubiger unbedingt seinem geistigen Führer folgen.” (Gründer)
Dazu passt die bai`at, das beim Eintritt in die Gemeinde zu leistende Versprechen des lebenslangen Gehorsams gegenüber dem Gründer, dem Kalifen und dem Kalifat – ein archaisches Ritual der Anerkennung eines Herrschers und der Unterwerfung.

6. Sie sei für Religionsfreiheit.
in der Sunna und in den Schriften der Ahmadiyya steht das genaue Gegenteil:


„Das Blut eines Muslim darf nur in drei Fällen legitimerweise vergossen werden: wenn es um einen älteren Ehebrecher geht, als Strafe für einen Mord und bei demjenigen, der von seiner Religion abfällt und seine Gemeinschaft verlässt.” (Bukhari und Muslim zit. n. Khoury, Koran, Anhang, S. 549)

„Gott hat mir mitgeteilt: Wer immer sich dir entgegenstellt und dir feindlich gegenübersteht, nachdem er dich anerkannt hat, ist zur Hölle verdammt.” (Gründer)

Im Islam gilt Religionsfreiheit nur für den Eintritt in den Islam!

7. Sie handle nach dem Motto: „Liebe für alle, Hass für keinen.”
in den Schriften der Ahmadiyya steht das genaue Gegenteil:

„Sie [die Juden] wurden eine von Gott verfluchte Nation.” (Bhutta, S. 41)

„Ein Kampf mit den ´Juden´ unserer Zeit wird folgen. Und wer sind diese ´Juden´? Sie sind die Anbeter der Äußerlichkeiten, die den Juden vergangener Tage ähnlich geworden sind. Das Schwert des Himmels wird sie zerschneiden, die ´jüdischen´ Denkweisen werden vernichtet werden.” (Gründer: Sieg des Islams. S. 19)

„Sie [die Christen] sagen, dass Jesus der Sohn Gottes wäre, aber sie nennen ihn auch den Verfluchten, und was noch schlimmer ist, sie geben zu, dass jemand, der verflucht ist, der Sohn der Finsternis und ein Teufel ist oder sogar der Teufel selbst ist.” (Gründer: Jesus starb in Indien. S. 64f)

„Gog und Magog (…) sind offensichtlich die europäischen Nationen.” (Gründer)

„Der Antichrist (…) symbolisiert eine große und mächtige Nation, die nicht nur die Erde, sondern auch den Weltraum beherrscht. Das Kreuz und das Schwein sind in der Tat Symbole, die mit dieser Nation in Verbindung stehen.” (4. Kalif zur Jahreswende 2000/2001, WM S. 14)

„Ich bin gesandt worden, um das Kreuz zu brechen und das Schwein zu vernichten” (Gründer)

Das sind Erzeugnisse des Hasses und Aufforderungen zum Hass. Neun Monate nach der Rede des 4. Kalifen zur Jahreswende 2000/2001 war der „elfte September”

8. Frauen seien gleichberechtigt.
in den Schriften der Ahmadiyya steht das genaue Gegenteil:

„Die Trauung wird in der Moschee vollzogen. (…), anschließend wird die Eheschließung durch die Rukstana (Heimholung der Braut) vollzogen. (…) Der Ehemann ist verpflichtet, seiner Frau eine Morgengabe (Maher) in Höhe von etwa sechs Monatseinkommen zu ihrer eigenen Verfügung zu geben. (…) Arbeitet seine Frau auch, (was sie nur mit Zustimmung des Mannes soll), steht ihr das verdiente Geld zu, ohne dass sie verpflichtet wäre, irgendetwas davon auszugeben. Die Ehefrau hat die Pflicht, das gemeinsame Haus zu einer Stätte des Friedens zu machen, ihrem Ehemann in allem, was nicht dem Islam widerspricht, zu gehorchen, (…).” (Faltblatt vom Mai 1999 Die islamische Ehe. Siehe auch Faltblatt Rechte und Pflichten der Frauen im Islam.)

Diese Rechtsvorstellungen folgen der Logik des Frauentauschs. Der mahr (Brautpreis) und die Patrilokalität sind Bestandteil dieser Logik. Durch das Zahlen des mahr erkauft sich der Mann das Recht auf Sexualität und Gebärfähigkeit der Frau. Er ist der Herr des Hauses, hat das letzte Wort und die gekaufte Frau hat ihm zu gehorchen.

Die Logik des Frauentauschs steht im Widerspruch zu



  • Art. 1 der UN-Charta: „Alle Menschen sind frei und gleich an Rechten.”


  • Art. 3,2 unseres Grundgesetzes: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.”


  • Urteil des Bundesverfassungsgerichts (Bverf.GE 10,59) vom 10.7.59, in dem der Stichentscheid des Vaters für verfassungswidrig erklärt wurde – ein für die - Gleichberechtigung im Familienrecht entscheidendes Urteil,



  • Familienrecht in Deutschland, das die Gleichberechtigung der Ehepartner festschreibt.

Durch die Ahmadiyya breiten sich neue Formen der Unterdrückung von Frauen bei uns aus.

9. Ihre Mitgliedsbeiträge seien nichts anderes als das Erheben von Kirchensteuern.

Aber: Das Abkassieren von Asylbewerbern ist ein Zugriff auf Staatsgelder. Kirchen erheben keine Steuern von Sozialhilfeempfängern. Nach eigenen Angaben hat die Ahmadiyya allein 20.000 Asylbewerber aus dem früheren Jugoslawien in ihre Reihen gezogen, die 10% ihrer Sozialhilfe an die Sekte abtreten müssen - bringt dem Kalifen schlappe 500.000 Euro im Monat!


10. Sie führe keinen Dschihad mit Gewalt.

Aber: Die Ahmadiyya führt einen Dschihad (“Heiliger” Krieg) mit Geld. Frage: Woher haben Asylanten (Kalif) und Deutsche, die nicht erwerbstätig sind, so viel Geld, dass sie große Grundstücke und Immobilien kaufen können. Für das 100-Moscheen-Projekt, mit dem die Ahmadiyya “einen großartigen Beitrag zur Verschönerung Deutschlands” (Prospekttext) leisten will, wurden nach eigenen Angaben schon fast 10 Mio Euro einkassiert…

Frage: Was motiviert die Ahmadiyya, an Orten, in denen sie keine Gemeinde haben und unerwünscht sind, neue Stützpunkte, genannt Moscheen, zu errichten? Etwas anderes etwa als rücksichtsloses Streben nach Machterweiterung?

Aus all dem folgt:

Deutschland
ist ausersehen
als eine Etappe auf dem Weg zum religiös-politischen
Sieg des Ahmadiyya-Islam
mit
“versteckten Gewehrläufen”

Das Asylbewerberheim Hof Reith dürfte längst als lukrative Finanzquelle in die Planungen einbezogen sein.

——————————
Alle angegebenen Schriften sind aus dem Ahmadiyya-Verlag Der Islam, außer: Koranübersetzung von Khoury, GTB 1992.

Posted by: holger danske am 25.04.06 22:22

Selbst wenn die Gegner des Islams und der Ahmadiyya der Hoffnung erliegen, die öffentliche Wahrnehmung durch das Umschreiben der Wikipedia in ihrem Sinne verändern zu können und es recht und billig ist, die kritischen Thesen Hiltrud Schröders wiederzugeben, so schätzt der Verfassungsschutz die Ahmadis dennoch weiterhin “weder als extremistisch noch gewalttätig ein.”

Posted by: Stefan am 26.04.06 01:26
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