05.04.06
Zehn einfache Regeln.
Es gibt zehn Regeln, an die man sich halten muss, um den Ausländern in Deutschland den Weg zur Integration erfolgreich zu verbauen. Der Politik ist es seit dem Aufruhr über die Zustände an der Rütli-Schule in Berlin gelungen, viele dieser Regeln zu beherzigen.
Die zweite Deutsche Einheit
Wieder einmal ein Artikel von Heribert Prantl, dem parktisch nichts mehr hinzuzufügen ist.
Verfasst von TH am 05.04.06 13:29Technorati Tags: Prantl | Auslaender | Ruetli-Schule | Integration
gewalt an schulen ist nix neues, es gab schon vor mehr als fünfzehn jahren (!) eine antigewaltkommission der bundesregierung unter helmut kohl (cdu), in der wohl vieles von dem verworfen wird, was jetzt besonders aus reihen der cdu und csu an strafmaßn...
Weblog: bembelkandidat aus mainhatten am: 05.04.06 16:24
Hinzuzufügen bliebe ein Zitat von Max Liebermann: Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.“
Dass sich die neunmalklugen Lautschreier, die sich schnell auf Integrationsproblemen als Ursache sozialer Defizite einschießen um nebenbei alles, was irgendwie mit Multi-kulti“ zu tun hat, zu diffamieren,
dass diese Verantwortungsträger, sich wundern, dass neben der inneren Isolation bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund, sich gleichzeitig bei perspektivlosen jungen Deutschen Ausländerfeindlichkeit ausbreitet, die sie durch ihre Vereinfachungen unterfüttern, ist mehr als scheinheilig!
Die Ursachen für das Phänomen steigender Gewalt liegt auf beiden Seiten in den immer unüberwindbareren sozial-hierarchischen Hürden und dem resignierten Bewusstsein der Jugendlichen von den ihnen fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten. Doch statt einer differenzierten Auseinandersetzung damit und mit der verfehlten Integrationspolitik (deutsch lernen aber wo?), ist es so viel leichter bei Stammtischparolen zu bleiben.
Immer weiter vorwärts in die Ausgrenzung, mit dem Auseinanderdividieren und ins Misstrauen! Weiter vorwärts in einen Kalten Krieg mitten in unseren Gesellschaften, in eine Furcht vor jedem Ausländer und der Angst der Immigranten vor Abschiebung und fern drohender Sicherheitsgewahrsam!
Unsere täglich Weisheit gib uns heute… denn dein ist das Wort. Amen. Und danke, Heribert.
Posted by: Philip am 05.04.06 15:30Herr Prantl meint also, daß zB folgendes ganz falsch und verkehrt sei:
Wer dazu gehören will, soll sich gefälligst besonders anstrengen… von den Ausländern verlangen, daß sie sich assimilieren.
Womit nur noch die Frage bleibt: hat er sie noch alle? Was denn sonst?
Das Schlimme ist doch, dass Familien, die wirklich integriert sind, die aber “nur” Asyl bei uns geniessen, wieder in Ihr “Heimatland” abgeschoben werden wenn der Asylgrund wegfällt. Auch wenn die Familien schon seit Jahren hier leben, sich eine Existenz aufgebaut haben, hier ihre Steuern Zahlen und die Kinder Ihre “Muttersprache” garnicht gelernt haben.
Posted by: Thomas am 05.04.06 17:10Prantl bringt es auf den Punkt: Man muss (…) möglichst oft mit Abschiebung“ und Rückführung“ drohen, auf dass auch die Einwanderer, die schon in der dritten Generation in Deutschland sind, nicht das Gefühl bekommen, dass sie auf Dauer hier bleiben dürfen.“ Und die Neubürger, die einen deutschen Pass haben, sollen nicht glauben, dass sie damit wirklich schon richtige Deutsche sind.“
Bei Spiegel-Online rechnet unterdessen Claus Christian Malzahn, der auch schon in ganz andere Richtung aufgefallen war, in ungewohnt kritischen Tönen mit der Integrationsdebatte ab. Er geißelt im obigen Kontext die ausländerpolitischen Hardlinern Stoiber und Co.“, denen nichts anderes einfällt, als die Abschiebung von “jugendlichen Straftätern in ihre Herkunftsländer” zu fordern.“ Benennt Helmut Kohl als Hauptschuldigen der jetzigen Integrationsmisere“. Und plädiert:
Liebe Konservative: Kapiert endlich, dass dieses Herkunftsland Deutschland heißt. Multikulti ist eine Realität. Es gibt keinen Weg zurück zu einem “ethnisch begradigten” Deutschland. Liebe Große Koalition: Ihr seid dabei, die Chance auf die zweite deutsche Einheit zu verspielen - die republikanische Einheit der Einwanderungsrepublik Deutschland. Liebe Sozialdemokraten: Wie soll man eigentlich Euer dröhnendes Schweigen in dieser wichtigen Zukunftsdebatte deuten? Es gibt Wege aus der Multikulti-Krise. Man muss sie nur gehen wollen. Wie wäre es denn mal mit einem Gesetz zur automatischen Einbürgerung jedes in Deutschland geborenen Kindes?“