07.12.05
Wulffs Weg
Deutschlands beliebtester CDU Politiker Christian Wulff macht das Profil seiner Partei Kopfzerbrechen. In den Ländern würde man nämlich in Teufels Küche kommen, so man sich nicht klar von Berlin abgrenzt. Schlimme Dinge könnten passieren. Insbesondere könnte eine profillose CDU in den anstehenden Landtagswahlen auch mal unter die 30%-Marke fallen.
Künftig läuft es daher so. Die Herren Ministerpräsidenten sollen künftig das Profil der Partei schärfen und mit aller Kraft vertreten. Angela Merkel ist schließlich die Kanzlerin der Kompromisse Die muss nach der Philosophie “Freiheit und Sozialismus” in Abgrenzung zum alten CDU-Slogan “Freiheit statt Sozialismus” regieren.
In anderen Worten will der stellvertretende Parteivorsitzende zweierlei. Zum einen sollen Partei und Regierung quasi konstitutiv voneinander getrennt werden. Hier ist Wulff der SPD freilich meilenweit hinterher, die das im Zuge der Wahl von Platzeck längst hinter sich gebracht hat. Zum anderen will er Berlin nicht alles durchgehen lassen und erklärt den Bundesrat damit zur programmatischen Kampfarena der CDU (STERN).
Der Spiegel zitiert Wulff etwas freundlicher. Da steht auch was von Loyalität zu Merkel und all das. Wenn das aber im Kontext des Zitats gemeint ist, dass die Ministerpräsidenten in “Vertretung für Angela Merkel” (die ja nun mal nicht kann) die wahre Programmatik der CDU durchsetzen wollen, dann steht uns eine verdammt träge Legislaturperiode bevor.
Verfasst von Michael am 07.12.05 14:22Technorati Tags: CDU | Politics