02.11.05
Sozialistischer Strippenzieher
Endlich wartet die Bild mit einer Verschwörungstheorie auf. “Hat sie es für Lafo gemacht?” und ergeht sich in ein paar Anspielungen, ohne so recht Ernst mit der Vermutung einer von langer Hand geplanten Verschwörung gegen Müntefering machen zu wollen. Dafür werden “Kuschelfotos” von Andrea und Lafo abgedruckt usw. Natürlich ist man sofort geneigt, der Bild Glauben schenken zu wollen.
Zeitgleich hat im übrigen Wagner in seinem Brief an Andrea Nahles ihr “Problem” (fach)-männisch erkannt. Sie braucht kein Freundinnen-Netzwerk - sie braucht einen Mann! Auf gut deutsch: Die ist einfach schon lange nicht mehr so richtig …. Bild at it's best. Anyway, Verschwörungstheorie…
Ich stelle mir also vor, wie vor einigen Wochen der sozialistische Darklord in seinem Palast der sozialen Gerechtigkeit thront, aus rein ästhetischen Gründen in einem Rollstuhl sitzend. Ein Glas Wein in der einen, einen etwas gross geratenen Ring an der anderen Hand.
Sigmar Gabriel, der ein Doppelleben führt und gleichsam zweitberuflich unter dem Namen “Igor” als persönlicher Sekretär und Butler unter dem sozialistischen Darklord dient, öffnet die quietschenden Pforten noch bevor der Besucher sie erreicht hat. Wir sehen, wie eine Frau durch den Regen auf den Palast der sozialen Gerechtigkeit zuläuft. Der Wind verweht das modische Tuch, in dem sie ihren Körper verhüllt hält. Ein Blitz zuckt durch die Nacht und wir erkennen Andrea Nahles. “Der Meister wartet schon. Er ist in der Bibliothek!”, krächzt Igor.
Wenig später kniet sie vor dem sozialistischem Darklord, küsst seinen Ring, fragt wie sie ihm dienen könne. Ohne Umschweife kommt er zum Punkt, während die obligatorische “Krankenschwester” sein Weinglas auffüllt. “Du wirst gegen Wasserhövel kandidieren, siegen und damit Müntefering stürzen!” Die Stimme des sozialistischen Darklords klingt beinahe väterlich, wenn auch Begierde mitschwingt. Kurz entgleiten ihr die Gesichtszüge: “Aber…”
Der sozialistische Darklord drückt sich in einer Drohgebärde einen Zentimenter aus seinem Rollstuhl heraus. Er weiss, was sie ihm sagen will: Müntefering habe viel für sie getan. “Er ist ein Scherge des schwarzen Lords” brüllt er sie an. Sie weicht zurück, erschaudert und senkt ihr Haupt. Dann nickt sie.
Zufriedenheit spiegelt sich im Gesicht des sozialistischen Darklords. “Du kannst gehen. Vergewissere Dich der Unterstützung deines Hexenzirkels. Igor wird den Rest richten und Müntefering wird fallen!” Als sie sich erhebt gibt ihr der sozialisitische Darklord noch einen Klaps auf den ledigen Hintern und schaut ihr für einen Augenblick nach.
Dann wendet sich der sozialistische Darklord seinem Schachbrett zu. Ein Spiel, dass er seit geraumer Zeit gegen den schwarzen Lord aus Bayern austrägt. Er nimmt ein Stück Pergament und taucht die Feder in ein Glas tiefroter Tinte. Der sozialistische Darklord notiert: “C4-A5. Springer “Nahles” schlägt Turm “Müntefering”. Schach.” Markerschütternd hallt sein Lachen durch den Palast der Sozialen Gerechtigkeit. “Igor!”, schreit er, “trage diese Schriftrolle dem schwarzen Lord zu. Und dann gehe und bereite die Kandidatur von Andrea Nahles vor. Du selbst wirst bei der Abstimmung deine Hand für Wasserhövel erheben.” Igor verbeugt sich und tritt ab.
Endlich hat der sozialistische Darklord seinen schwarzen Widersacher in die Defensive gedrängt. E8-H8. Er hat es tatsächlich geschafft, den schwarzen Lord zu einer kleinen Rocharde zu zwingen. Sicher. Der Glos-Turm könnte ihm Ärger bereiten. Aber das wird die Zeit zeigen.
Der sozialistische Lord lässt sich von seiner obligatorischen Krankenschwester ins perlenbestickte Himmelbett bringen. In seinen Träumen kehrt der sozialistische Darklord in die alten Zeiten zurück, erinnert sich seiner ungezügelten Begierde. Wie sehr er die junge Literaturwissenschaftlerin besitzen wollte, als er ihr das erste Mal begegnete. Wie seine Augen sie am Rande einer Feierlichkeit der Jungen Sozialisten erstmals schauen durften. Für die damalige Zeit im jungsozialistischen Sinne wohl uniformiert, in unglaublich abegrissener Kleidung. Wie er nicht widerstehen konnte. Sie ansprach, um ihr habhaft zu werden, gleich wenn er von ihrem tatsächlichen Potential damals noch nicht wusste. In seinen Träumen begleiten ihn Sisters of Mercy. “I told her about Marx and Engels, god and angels, I don't really know what for. But she looked good in Ribbons.”
Verfasst von Michael am 02.11.05 11:05Geil!
Posted by: Socke am 02.11.05 16:17