22.08.05
Die Waffe des Grafen
Dieser Schuss ging nach hinten los. Als innovative Art des Fundraisings für die finanziell klamme FDP war eine Online-Auktion mit dem Namen Deutschland wird entrümpelt“ gedacht, in der von den FDP-Granden Devotionalien verhökert werden. Neben einer Hoch-auf-dem-gelben-Wagen“-Schallplatte des singenden Altbundespräsidenten Scheel kam auch der Gehstock des FDP-Ehrenvorsitzenden Otto Graf Lambsdorffs unter den Hammer.
Erlös: 1710 Euro. Doch zu früh gefreut. Im Knauf des in Indonesien gefertigten Stocks fand sich eine verborgene Klinge. Ein Bruch des Bundeswaffengesetzes. Dies verbietet in § 37 Hieb- oder Stoßwaffen, die ihrer Form nach geeignet sind, einen anderen Gegenstand vorzutäuschen, oder die mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs verkleidet sind“. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Grafen wegen illegalen Waffenbesitzes. Dem für die Versteigerung verantwortlichen FDP-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Beerfeltz wird in diesem Zusammenhang gewerbsmäßiger Waffenhandel vorgeworfen.
Eine Nachricht aus Absurdistan“ nennt FDP-Generalsekretär Dirk Niebel diesen Vorgang. Pech für die selbsternannte Rechtsstaatspartei. Die USA mögen im Internet-Campaigning wegweisend sein, in puncto freien Waffenbesitzes haben wir in Deutschland aber eben kein ganz so freiheitliches Recht. Doch mit Wasser und Brot wird wohl auch niemand zu rechnen haben.
das läßt ja tief blicken, der herr graf, so so!!!
bin mal neugierig, wann die ihre alten socken verhökern und dann der mad und bnd wegen verbreitung von biologischen kampfstoffen ermitteln…