16.08.05
Ede allein für Bayern
Was geht nur im ehemaligen Kanzlerkandidaten der Union vor, dass er Ostwähler beschimpft, die fällige Entschuldigung unterlässt und nun vor dem medienwirksamen TV-Auftritt mit Frustrierten-König“ Lafontaine den Schwanz einzieht?
Wohl wahr, allein die Aufregung um den öffentlichen Schlagabtausch mit Lafontaine bedeutet PR für den bayrischen Egomanen. Aber dieses wir Bayern sind besser, als die Ostdeutschen erst recht“-Gerede? Wo ist der Stoiber, der 2002 so sehr um ein gutes gesamtdeutsches Image bemüht war?
Nun er ist nicht mehr der Bundesstoiber, sondern wieder Landesfürst, der emsig bayrische Wählerstimmen einsammeln möchte damit seine CSU wieder drittstärkste Kraft im neuen Bundestag wird. Als Chef der kleineren Unionsschwester, gestärkt durch ein persönlich gutes Wahlergebnis, wird man ihn dann letztlich wohl doch kaum in Berlin übergehen können.
Dass er dabei wenig feinsinnig auf dem Weg zum eigenen Erfolg so einiges umsemmelt, was ihm in die Quere kommt, ist wohl seiner Panik vor dem abermaligen Verlust einer als sicher geglaubten Wahl geschuldet.
Verfasst von Stefan am 16.08.05 13:40