16.03.05
Geld und Autos
Die wunderbare Welt unserer Polit-Superstars und Sternchen. Resümieren wir mal Bizarro World II. Niemand weiß also wieviel unsere Parlamentarier verdienen, dafür daß sie nicht arbeiten. Die Bild produziert schwarze Listen mit Diäten-Enthüllungen. Und jetzt die neuste schockierende Enthüllungsstory beim Spiegel: Rot-grüne Spitzenpolitiker fahren große Dienstwagen und nicht etwa umweltschonende 3-Liter Spielzeugwagen. Skandal! 42 Millionen Euro hat uns das gekostet letztes Jahr! Nochmal Skandal!
Ehrlich gesagt finde ich trotz allem den Beruf des Politikers nicht besonders attraktiv. Und wenn ich permanent von Termin zu Termin heizen müsste, würd ich das auch nicht unbedingt in einen 3-Liter Polo tun wollen. Es gibt da einen alten und sehr klassischen Gedanken: Gutbezahlte Politiker sind weniger bestechlich. Der Benz mag die Korruptionsgefahr nicht vollständig tilgen, der Polo würde sie aber gegebenenfalls deutlich steigern. Und die Diäten sind im Vergleich zu Spitzenpositionen in anderen Bereichen garnicht so hoch. Naja, die heiße Luft wird den Frühlingsanfang wohl fördern.
Noch einmal zurück zu den Dienstwagen. Der Spiegelartikel hatte deutlich den falschen Schwerpunkt. Die Wahl der Automarke ist ja bekanntlich ein äußerst aussagekräftiges Repräsentationsmerkmal. Als der Kanzler seinen Vorgänger ablöste, erregte es ja einiges Aufsehen als er vom guten alten Benz auf den volksnäheren Audi umschwenkte. Warum sagt man mir eigentlich erst jetzt, daß er nun einen Phaeton fährt? Und weiter: Wenn ich es den Bildern richtig entnehme, fährt unser Aussenminister einen Benz. Kann das als weiteres Indiz für seine Alleingang-Arroganz, die ihm gelegentlich attestiert wird, gelten?
Verfasst von Sebastian am 16.03.05 11:04Würde mich jetzt auch genauer interessieren. Kannst Du mal ein Auto-Kabinett auf die Beine stellen? Was fährt denn Tritin und die gute Ulla?
Posted by: michael am 16.03.05 13:00