16.03.05
Fokus (W)ASG 2
Seit dieser Woche nennt sich die ASG nunmehr WASG. Ein CDU-naher Verband namens ASG-Bildungsforum hat gegen die Verwendung des Kürzels ASG Klage eingereicht. Alle Versuche einer gütlichen Einigung sind natürlich gescheitert.
Mein WASG-Newsletter teilt mir desweiteren mit, dass die Partei in der letzten Woche 171 neue Mitglieder gewonnen hat und damit schon stolze 4397 Mitglieder zählt. Derweil kommt man programmatisch nicht vorwärts, gesteht aber weiterhin leichtmütig schwere Mängel in der internen Kohäsion ein:
So spalten sich die Mitglieder der neuen Partei, die die Idee nicht aufgeben möchte, dass eine linke politische Position gibe, derweil in den Ernst und in den Händel - Flügel.
Trifft bei den beiden, zumal befreundet, auf wenig Verständnis. Beide Klaus Ernst und Thomas Händel wurden im März letzten Jahres zusammen mit Sabine Lösing und Axel Troost aus der Bayern-SPD ausgeschlossen, befördert von dem auf Fotos etwas uncharismatisch wirkendem Landes-SPD-Vize Pronold. Beide sind IG-Metall Funktionäre.
Wie dem Link entnommen werden kann, haben sich beide seinerzeit darüber gewundert, dass Parteiausschlußverfahren bei einer abweichenden Meinung vom Bundesvorstand und dem Wagnis, eine soziale und linke Position zu vertreten, derart leicht möglich ist. Plötzlich dürfen sie feststellen, dass dummerweise nichts läuft, wenn es - um es in den unsterblichen Worten Westerwelles auszudrücken - keinen Kapitän gibt: denn auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt's einen der das alles regelt.
Und wer das ist. Das scheint die WASG langsam klären zu müssen, dann klappt es vielleicht auch mit der Programmatik. So versteht es sich auch gleich viel leichter, warum man Leute mit abweichender Meinung besser kickt. Nicht, dass der erste Versuch im Mai zu kandidieren tatsächlich auch der letzte wird.
- P.S. Emnid hat tatsächlich Prognosen bis 11% aufgestellt ????
- P.P.S: Klaus Ernst stand mal wegen Sachbeschädigung vor Gericht, weil er “Wählt Willy”-Aufkleber über Strauß-Plakate geklebt hat.